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06.07.2018 15:10 Alter: 16 days

VWA-Prämierungen


Im festlichen Ambiente des Kuppelsaals der Landesbibliothek wurden diesen Dienstag acht hervorragende VWAs, die im Schuljahr 2017/2018 im Land entstanden sind, ausgezeichnet. Eine Jury – bestehend aus Forscher_innen bzw. Lehrenden der Fachhochschule Vorarlberg, der Vorarlberger Landesbibliothek, dem Amt der Vorarlberger Landesregierung – wählte nach einer Vorauswahl durch die Vorarlberger Volkswirtschaftliche Gesellschaft in vier Kategorien je zwei Arbeiten aus. Das Gymnasium Schillerstraße durfte pro Kategorie eine VWA einreichen und stellt in drei von vier Kategorien Preisträger_innen!

In Vertretung der Landesschulinspektorin Dr. Christine Schreiber wies Direktor Ariel Lang darauf hin, wie positiv die VWA-Präsentation den Start in die Reifeprüfung für die Maturant_innen gestaltet: Sie führen nun als Fachfrau/-mann mit einer Kommission ein Fachgespräch, anstatt wie bisher als Kandidat_innen „nur“ abgeprüft zu werden. Als Jurymitglieder und Repräsentanten der Kooperationspartnerinstitutionen kamen Dr. Claudia Franceschini (Fachhochschule Vorarlberg) und Mag. Thomas Feurstein (Vorarlberger Landesbibliothek) zu Wort. Sie freuten sich über das zum Teil „atemberaubend hohe Niveau“ der eingereichten Arbeiten und das spürbare persönliche Engagement der jungen Forscher_innen. Der Landesrätin Dr. Barbara Schöbi-Fink war es danach ein besonderes Anliegen, nicht aufgrund der Mathematura, über die alle sprechen, obwohl sie in vielen Vorarlberger Schulen durchaus erfreulich ausgefallen ist, auf die zahlreichen guten und auch exzellenten Leistungen zu vergessen. Die acht Prämierten sind der lebende Beweis, dass das Projekt VWA in Vorarlberg angekommen ist. Verbunden mit einer herzlichen Gratulation überreichte sie den Preisträger_innen ihre Auszeichnungen.

In der Kategorie Kreatives durfte Luca Nohel mit seiner VWA „Die Entwicklung des Jazz in Österreich“ (Betreuer Prof. Christian Stroppa) den Preis entgegennehmen. Neben der inhaltlichen Aufarbeitung erprobte er unter anderem selbst, ob Straßenmusiker in Österreich überleben können, und führte mit Jazzgrößen des Landes Interviews.

Martin Schwarzmann wurde in der Kategorie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften für seine VWA „Interessenkonflikte zwischen Artenschutz, Tourismus und lokaler Bevölkerung am Beispiel des Vocanoes National Park in Ruanda“ ausgezeichnet. Sein Betreuer Prof. Gerhard Pušnik hob besonders sein Engagement hervor: Martin führte mit allen beteiligten Interessensgruppen mehrere Interviews, was einen unglaublichen Aufwand darstellt und viel Empathie voraussetzt.

Für ihre VWA mit dem Titel „Relativity and gravitational waves“ wurde Kassandra Moosbrugger im Bereich „Naturwissenschaft, Mathematik, Informatik“ prämiert (Betreuer Prof. Simon Schnetzer). Ihr Vater Mag. Julius Moosbrugger vertrat sie bei der Verleihung und war mit Recht auf seine Tochter, die im Zuge ihrer VWA sogar mit Nobelpreisträgern im Kontakt war, sichtlich stolz.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch das hervorragende Saxophonquartett „Flajolet“ (übrigens lauter Schülerinnen des Musikgymnasiums!).

Das VWA-Team ist unglaublich stolz auf „seine“ VWA-Prämierten und gratuliert allen Beteiligten herzlich zu diesen herausragenden Leistungen!

Prof. Yvonne Gächter und Prof. Natascha Rauch

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