< Fremdsprachenwettbewerb Italienisch
13.03.2019 14:06 Alter: 11 days

Weltklassesportler am GYS?


Das Prinzip sportmotorischer Tests

Am 26. Februar führte das Wahlpflichtfach Sportkunde einige sportmotorische Tests mit den 6. Klassen der Langform durch. Diese Tests eignen sich, um den Leistungsstand eines Sportlers in den sportmotorischen Fähigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit sowie Beweglichkeit zu eruieren.

Die Einhaltung wissenschaftlicher Gütekriterien ist von großer Bedeutung. Das heißt, die Tests müssen immer auf die gleiche Art und Weise durchgeführt werden, um vergleichbar zu sein. Sie sollten vom Testleiter unabhängig sein, also objektiv gewertet werden. Außerdem sollte ein Test valide sein. Das bedeutet, er sollte das Merkmal messen, das er zu messen vorgibt.

Die Ergebnisse

Hierbei gilt zu beachten, dass nicht nur das jeweils höchste Ergebnis von Wichtigkeit ist, sondern auch der Durchschnitt und der Vergleich der Geschlechter. Fehl am Platz ist der Aberglaube, dass männliche Teilnehmer einen allgemeinen Vorteil bei der Durchführung sportmotorischer Tests haben. Bei kraftspezifischen Übungen haben Buben zwar durchaus einen komfortablen Vorsprung auf den Durchschnitt der weiblichen Teilnehmer, der auf den erhöhten Muskelanteil zurückzuführen ist, jedoch sind die Ergebnisse der Mädchen bei den Beweglichkeits- und Schnelligkeitstests wie Skippings und dem Fallstabtest deutlich denjenigen der Buben überlegen. Bei beiden Geschlechtern gibt es bei allen Übungen ein paar Ausreißer, jedoch nicht nur nach unten. Es sind in Sachen Kraft und Ausdauer ein paar ausgezeichnete Ergebnisse zu erwähnen, auch beim Fallstabtest waren einige Werte auf Weltklassenniveau beobachtbar.

Fallstabtest zur Beurteilung der Reaktionsfähigkeit

Die Reaktionsschnelligkeit der Schüler wird getestet, indem man in einem unerwarteten Moment einen nummerierten Stab, der in die geöffnete Hand des Probanden gehalten wird, fallen lässt. Je schneller dieser durch Schließen der Hand gefangen wird, desto besser ausgeprägt ist die Reaktionsfähigkeit. Aufgrund der geringen Reliabilität des Fallstabtests ist eine mehrmalige Wiederholung mit Mittelwertberechnung nötig, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Das beste Ergebnis erreichte ein Schüler mit einem Durchschnitt von 10,7 cm was einer Reaktionszeit von 108,07 ms entspricht.

Luft nach oben?

Verbesserungspotential ist natürlich überall möglich, allerdings gibt es in einigen Bereichen deutliche Defizite, welche es auszugleichen gilt. So kann resümierend gesagt werden, dass in fast allen Kraftübungen ein deutliches Verbesserungspotential bei Mädchen besteht, doch auch die Jungs kommen nicht ungeschoren davon. Die allgemein sehr ernüchternden Punktzahlen in Sachen Beweglichkeit sind auf die wenig geschenkte Achtung auf Dehnübungen nach dem Sport zurückzuführen. Beim 3er-Hopp war für viele Testteilnehmer die Technik, welche man für eine gute Weite benötigt, ein großes Problem, so auch die Einteilung der Kräfte beim Cooper-Test. Möchte man all diese Defizite ausgleichen, so gilt es bei den Frauen mehr auf Kraftübungen zu zählen und bei den Männern nach dem Training auf eine ausreichende Anzahl an Dehnübungen zu achten.

WPF Sportkunde,
Claudia, Julia, Kilian, Paul, Soz, Magdalena E., Erlisa, Theresa, Rebecca