< Exkursion zum Kernkraftwerk Gösgen
24.02.2017 11:07 Alter: 92 days

Projekt „Kinderspuren“ mit der 1c-Klasse


Herr Michael Zündel, von der Caritas-Auslandshilfe, und Frau Ananas Girmai aus Addis Abeba in Äthiopien besuchten unsere Klasse im Oktober. Herr Zündel zeigte uns einen Film, den er selbst in Äthiopien gedreht hatte. Dadurch erhielten wir einen Einblick in dieses Land und lernten auch den Tagesablauf einer Schülerin kennen.

Die Kinder müssen mit nur einer Tasse Tee im Magen ewig zur Schule laufen. Schulbusse gibt es nicht. Aber die Kinder waren auch nach diesem gewaltigen Marsch noch glücklich und hatten ein Lächeln im Gesicht – so auch das Mädchen aus dem Film. Sie musste nach der Schule direkt aufs Feld arbeiten gehen und wenn es dann nicht zu dunkel war, konnte sie noch ihre Hausübungen machen.

Ananas Girmai setzt sich mit „Kopf und Kragen“ für Straßenkinder und Schulbildung ein. Sie erzählte uns auf Englisch, wie man diesen Kindern helfen kann und was sie dringend brauchen. Drei Euro Einschreibegebühr reichen aus, um einem Kind den Schulbesuch für ein Jahr lang zu ermöglichen. Drei Euro! Man muss einmal bedenken, wie viel Geld man schon für unnütze Sachen ausgegeben hat!

Dann erklärte uns Herr Zündel, wie wir konkret helfen können. Wir konnten von Haus zu Haus gehen und Collegeblöcke, Kalender und Notizbücher für das Projekt Kinderspuren verkaufen. Wir alle waren sofort Feuer und Flamme!

Eines Nachmittags verkauften mein Freund Felix und ich extrem viel und nahmen 70 € ein. Weil alle aus unserer Klasse auch so erfolgreich waren, konnten wir 1500 € nach Äthiopien schicken. Wir halfen damit 500 Kindern! Es war eine sehr schöne Erfahrung.

Lesen, Schreiben und Rechnen sind die Basis für das Erlernen eines Berufes. Eine Ausbildung ist wichtig, um der Armut zu entkommen und ein selbstständiges Leben führen zu können.

Als Dankeschön erhielten wir von Herrn Zündel zwei große Bilder von Kindern aus Äthiopien, die nun unsere Klasse verzieren.

Leander Bereuter, 1c-Klasse